400. Sitzung der VOB-Stelle Niedersachsen – Bode: „VOB-Stelle hilft, langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden.“

Die Niedersächsische VOB-Auslegungs- und Beratungsstelle beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ist am 23. November 2012 in Hannover zu ihrer 400. Sitzung zusammen gekommen. Die VOB-Stelle besteht seit über 40 Jahren und ist damit die älteste Institution dieser Art in Deutschland. Sie dient anderen Bundesländern als Vorbild für effektive außergerichtliche Streitbeilegung und ist paritätisch besetzt mit Auftraggeber- und Auftragnehmervertretern. Den Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen vertritt in dieser Institution der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Herr Dr. jur. Harald Freise. Aufgabe der VOB-Stelle ist es, sich zu bedeutsamen Einzelfragen im Rahmen öffentlicher Bauauftragsvergaben gutachterlich zu äußern.

Der Niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode hob die Bedeutung der VOB-Stelle hervor: „Die Institution leistet einen wichtigen Beitrag, um oftmals langwierige Gerichtsprozesse mit ungewissem Ausgang zu verhindern. Die gemeinsam erarbeiteten Stellungnahmen sind Grundlage einvernehmlicher Regelungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern. Die VOB-Stelle erfüllt mühelos ihren Auftrag, in allen an sie herangetragenen Fällen Stellungnahmen abzugeben, deren Qualität so hochwertig ist, dass sie in der Praxis anerkannt werden.“

Die Arbeit der VOB-Stelle ist in Fachkreisen anerkannt und findet sowohl in der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte als auch beim Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen Beachtung. Bisher wurden über 1.600 Stellungnahmen beschlossen, die bei Auftragnehmern und Auftraggebern höchste Akzeptanz genießen. Ursache hierfür ist nicht zuletzt die Organisation und Struktur der Beratungsstelle, die dadurch eine objektive Meinungsbildung und Entscheidung sicherstellt.

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