Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen verleiht Preis der Bauindustrie 2012 an Volker Holm, Baustadtrat der Stadt Bremerhaven

Mit der Verleihung des Bauindustriepreises werden die besonderen Verdienste des Preisträgers während seiner Amtszeiten als Stadtbaurat der Stadt Cuxhaven in den Jahren 1987 bis 1993 und insbesondere als Baustadtrat der Stadt Bremerhaven in dritter Wahlperiode ab dem Jahr 1993 gewürdigt.

(von lks. Präsident Prof. Dr. Warmbold, Baustadtrat Holm)

 

Durch seine Initiativen sind öffentliche Bauaufgaben auch in Zeiten knapper Kassen außerhalb des Haushalts durch Übertragung auf die Privatwirtschaft ermöglicht und beschleunigt worden. Hierzu zählen die zeitnahe Erschließung von Wohngebäuden durch private Erschließungsträger ebenso wie die Realisierung sozio-kultureller Gebäude oder notwendige Sanierungen der unterirdischen Leitungsinfrastruktur.

Mit den richtungsweisenden Konzeptionen von Volker Holm hat die Stadt Bremerhaven Infrastrukturprojekte mit nationaler und internationaler Bedeutung errichtet, so zum Beispiel das Deutsche Auswandererhaus oder das Klimahaus als öffentliche Investitionen; hinzu kommen privat finanzierte Projekte, wie die Erweiterung Marina und Boardinghaus, Hotelanlagen und Einkaufszentren.

Zielgerichtet hat sich der Preisträger für die Umgestaltung und den strukturellen Neubau von Wohnrevieren eingesetzt. Er hat für die Ansiedlung von Windkraftanlagen und den Bau von Produktionsstätten für Offshoreanlagen gesorgt und durch das Infrastrukturprojekt des Hafentunnels eine Anbindung des viertgrößten Containerhafens Europas an die Bundesautobahn A27 initiiert. Die Addition vielfältiger Bauaktivitäten hat im Ergebnis dazu geführt, dass die Stadt Bremerhaven im Jahr 2010 von der „Wirtschaftswoche“ unter 100 Städten zur wirtschaftsfreundlichsten Stadt Deutschlands gekürt wurde.

Als Folge des demographischen Wandels sinken die Einwohnerzahlen in vielen Kommunen, Wohnungsleerstände sind die Folge, verwahrloste Gebäude die Spätfolge. Diesen privaten „Schrottimmobilien“ stehen die Städte bislang ohne Rechtsinstrumente gegenüber. Die Kommunen können nur zu Lasten des Steuerzahlers mit Abrissverfügungen gegen die privaten Verursacher einschreiten.

Auf Mitinitiative von Volker Holm sollen zukünftig die privaten Eigentümer dieser Schrottimmobilien im Sinne der Sozialverpflichtung des Eigentümers gemäß Grundgesetz in die Verantwortung genommen werden. In diesem Zusammenhang besteht das Ziel des Preisträgers darin, auf Bundesebene zu einer Novellierung des Baugesetzbuches zu gelangen. Ihm ist es gelungen, dass die Stadt Bremerhaven eine von sieben Modellstädten im Bundesgebiet beim Planspiel zur Novellierung des Baugesetzbuches geworden ist.

Mit seinen Leistungen für die Standortentwicklung norddeutscher Hafenstädte hat sich der Preisträger um das Bauwesen in Niedersachsen und Bremen verdient gemacht.

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