Bauwirtschaft: Hohe Kapazitätsauslastung

Nach den Ergebnissen des ifo Konjunkturtests hat sich das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe im Mai erneut abgekühlt. Zwar fielen die Urteile zur aktuellen Geschäftslage günstiger aus als im Vormonat, die Geschäftsperspektiven für die nächsten sechs Monate schätzten die befragten Bauunternehmen allerdings weniger optimistisch ein.

Den Ergebnissen der Mai-Sonderfrage zufolge rechneten per saldo 16% der im Bauhauptgewerbe tätigen Unternehmen damit, dass ihre Auftragsbestände in den nächsten zwei Monaten aufgrund derzeitiger Anfragen, Submissionsergebnissen und Auftragsverhandlungen zunehmen werden. Bei der Befragung vor einem Jahr lag der entsprechende Saldowert mit + 12 Prozentpunkten noch auf einen niedrigeren Niveau. Insbesondere die im Wohnungsbau bzw. gewerblichen Hochbau tätigen Firmen (Saldowerte von jeweils + 18 Prozentpunkten) erwarteten steigende Auftragsreserven.

Im Hochbau hat sich das Geschäftsklima eingetrübt, wobei die befragten Unternehmen sowohl die gegenwärtige Lage als auch die zukünftige Entwicklung zurückhaltender bewerteten. Lediglich im öffentlichen Hochbau waren die Firmen mit ihrer momentanen Geschäftslage – wenn auch nur geringfügig – zufriedener. Bemerkenswert ist zudem die spürbare Eintrübung der Geschäftsaussichten im Wohnungsbau.

Im Gegensatz zum Hochbau hat sich das Geschäftsklima im Tiefbau verbessert – wenn auch nur geringfügig. Nach Einschätzung der Tiefbaufirmen hellte sich die Geschäftslage gegenüber April auf. Die Aussichten hinsichtlich des zukünftigen Geschäftsverlaufs trüben sich hingegen ein.

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