Bauwirtschaft: Lage im Straßenbau merklich verschlechtert

Nach den Ergebnissen des ifo Konjunkturtests hat sich das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe im September weiter abgekühlt. Die Befragungsteilnehmer bewerteten ihre derzeitige Geschäftslage ungünstiger als im vorangegangenen Monat. Die zukünftige Geschäftsentwicklung schätzten die Unternehmen zudem zurückhaltender ein.

Die Sonderfrage für den Monat September hat ergeben, dass in den vergangenen sechs Monaten 63% der Unternehmen mit speziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten: 41% der Befragten beklagten die säumige Zahlungsweise der Auftraggeber, 11% die Abwerbung von Arbeitskräften und 7% Auftragsstornierungen. Darüber hinaus berichteten insgesamt 46% der teilnehmenden Baufirmen über Verletzungen der Bestimmungen der „Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen“ (VOB).

Im Hochbau hat sich das Geschäftsklima erneut eingetrübt. Zwar wurde die aktuelle Geschäftslage im öffentlichen Hochbau günstiger bewertet als im August. Im Wohnungsbau sowie im gewerblichen Hochbau liefen die Geschäfte jedoch schlechter als im Vormonat. Die Aussichten für die nächsten sechs Monate schätzten die Befragungsteilnehmer aller drei Teilsparten nicht mehr so gut ein wie zuletzt. 24% aller Testteilnehmer aus dem Hochbau klagten über Behinderungen bei der Produktion, überwiegend wegen Auftragsmangels (13%), aber auch wegen fehlender Arbeitskräfte (7%).

Auch im Tiefbau hat sich das Geschäftsklima abgekühlt. Die Tiefbaufirmen waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage weniger zufrieden als im Vormonat und erwarteten für die kommenden Monate zudem eine spürbare Verschlechterung. Während sich im Straßenbau die derzeitige Geschäftssituation merklich eingetrübt hat, sahen die im sonstigen Tiefbau tätigen Firmen dem zukünftigen Geschäftsverlauf deutlich skeptischer entgegen. Ein Viertel der Befragungsteilnehmer berichtete über Behinderungen der Bautätigkeit. Am häufigsten wurde Auftragsmangel (13%) als Grund angeführt, gefolgt von Witterungseinflüssen (8%).

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