DIHK-Umfrage Bauunternehmen mit Geschäftslage zufrieden

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat am 24.10.2012 die Ergebnisse seiner aktuellen Konjunkturumfrage in der Broschüre „Wirtschaft und Erwartungen, Herbst 2012“ vorgelegt. Grundlage für die Ergebnisse sind Befragungen bei über 28.000 Mitgliedsunternehmen, davon 1.800 aus der Bauwirtschaft. Die Umfrage fand von Ende August bis Anfang Oktober 2012 statt. Nachfolgend werden die Ergebnisse einer Sonderauswertung für die Bauwirtschaft dargestellt.

Geschäftslage
Ca. 45 Prozent der Bauunternehmer schätzen – wie im Herbst traditionell üblich – in einer Umfrage ihre Lage und die Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft als gut ein. Insbesondere die Unternehmen des Ausbaugewerbes verspüren aufgrund energetischer Sanierung derzeit starken Aufwind. Nur 7 Prozent vermeldeten eine schlechte Geschäftslage.

Geschäftserwartungen
Die Geschäftserwartungen haben sich jedoch aufgrund von verlangsamten Wachstums der Weltwirtschaft und der Euro-Schuldenkrise verschlechtert und die Bauunternehmer geben sich deutlich skeptischer, als in vorherigen Umfragen. Trotzdem hoffen aufgrund der hohen Anzahl von Auftragseingängen in den ersten acht Monaten diesen Jahres noch immer 78 Prozent auf eine „bessere“ oder „gleichbleibende“ Lage im Betrieb.

Konjunkturrisiken
Wie bereits in vorherigen Umfragen deutlich war, sehen über 60 Prozent die Energie- und Rohstoffpreise als größte Gefahr und Haupthemmnis für die nächsten 12 Monate an. Zudem klagt knapp die Hälfte aller Bauunternehmer darüber, dass der Mangel an Fachkräften stetig zunehme und die Nachfrage auf Lehrstellen sinkt.

Investitionsabsichten der Industrie
Nachdem die Investitionsabsichten der Unternehmen bei der letzte Umfrage noch Hoffnung auf eine baldige Aufhellung signalisiert hatten, ist nun die Ernüchterung zurück. Aufgrund der vor sich hin schwelenden Schuldenkrise und dadurch, dass die Weltwirtschaft an Schwung verloren hat, agieren die Unternehmer vorsichtiger und warten vorerst ab, da sie bereits in den vergangenen Jahren viel investiert haben. Mit 61 Prozent bleibt das Hauptmotiv der Industrieunternehmen für Investitionen der Ersatz von Anlagen.

Beschäftigungsabsichten
Der abnehmende konjunkturelle Schwung berührt auch die Beschäftigungspläne der Bauunternehmen. Nur etwa jedes zehnte Bauunternehmen plant seinen Personalbestand auszuweiten, 12 Prozent befürchten sogar, ihren Personalbestand verringern zu müssen. Allerdings wollen 80 Prozent der befragten Bauunternehmen seinen Personalbestand halten.

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