Fachkräfteinitiative Niedersachsen

Die niedersächsische Landesregierung hat am 8. Juli 2014 unter Mitwirkung des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen die "Fachkräfteinitiative Niedersachsen" gestartet.

Dazu wurde zwischen der Landesregierung, den Arbeitgeberverbänden, den Gewerkschaften, den Kammern, der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, den kommunalen Spitzenverbänden und weiteren Organisationen eine Vereinbarung zur Fachkräftesicherung beschlossen. Das Land wird sich auf diesem Feld engagieren und ressortübergreifend für diverse Maßnahmen rund 200 Millionen Euro einsetzen.

Die Initiative ist zunächst bis 2018 angelegt. Die insgesamt 22 Partner verpflichten sich in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich zu großem Engagement bei der Sicherung der Fachkräftebasis für die Wirtschaft und damit der Zukunft des Landes. Unter der Leitung von Ministerpräsident Weil werden die Spitzen der beteiligten Ressorts und der
Arbeitsmarktpartner künftig einmal jährlich anhand von Indikatoren Bilanz ziehen und – wenn erforderlich – weitere Maßnahmen und Projekte auf den Weg bringen.

Ministerpräsident Stephan Weil erklärte nach der Unterzeichnung der Vereinbarung, er sei überzeugt, dass diese Initiative nur mit der gemeinsamen Kraftanstrengung aller wichtigen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Akteure erfolgreich sein werde.

Das 200-Millionen-Euro-Programm für die Fachkräftesicherung umfasst ein breites Spektrum an Maßnahmen der beteiligten Ressorts zur Qualifizierung, Ausbildungsförderung und Arbeitsmarktintegration verschiedener Personengruppen. Das Land wird im Kern Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in der Förderperiode 2014 bis 2020 für das Projekt nutzen. Die Mittel werden insbesondere eingesetzt:

  • zur Heranführung arbeitsloser junger Menschen an eine Berufsausbildung durch betriebsnahe Qualifizierung in Jugendwerkstätten,
  • zur Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten,
  • zur Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen für erwerbslose und beschäftigte Frauen und zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • zur Förderung Regionaler Fachkräftebündnisse,
  • zur Finanzierung von Lehrgängen in der überbetrieblichen dualen Berufsausbildung für Auszubildende in kleinen und mittleren Unternehmen,
  • zur Öffnung der Hochschulen für unterschiedliche, neue Modelle zur Weiterbildung und Studienorganisation sowie für die Weiterbildung für Personen mit Defiziten beim Lesen und Schreiben.

Schwerpunkte der Vereinbarung zur Fachkräftesicherung sind eine Stärkung des Systems der dualen Berufsausbildung, die so genannte MINT-Förderung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem soll das Fachkräftepotenzial von Frauen, Beschäftigungslosen, älteren Menschen sowie Migrantinnen und Migranten zukünftig noch besser erschlossen werden. Die Vereinbarung wird ergänzt durch einen Handlungsrahmen, auf dessen Grundlage die Partner gemeinsam Maßnahmen zur Fachkräftesicherung ergreifen.

Der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen möchte als Vertragspartner der Fachkräfteinitiative der Landesregierung mit seinem durchgängigen Aus- und Weiterbildungssystem in den Ausbildungszentren Bau-ABC Rostrup in Bad Zwischenahn und dem ABZ Mellendorf bei Hannover, Fachkräfte gewinnen.

Weitere Informationen zur Fachkräfteinitiative unter www.fachkraefteinitiative.niedersachsen.de

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