Presseinformation vom 05.11.2012

Herbstumfrage zur Baukonjunktur: Baukonjunkturelle Gesamtsituation weitgehend unverändert - Probleme im Leitungsbau

Die Auswertung der bei den Mitgliedsunternehmen durchgeführten Herbstumfrage des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen zeigt gegenüber der Vorjahresumfrage nur leichte Veränderungen. So schätzten weiterhin fast 80 Prozent der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend ein. Dementsprechend blieb auch der Anteil derjenigen, die die Situation als schlecht einschätzen, mit etwa 20 Prozent stabil.

Eine deutliche Verschlechterung gab es im Bereich des Leitungsbaus. Während im Herbst 2011 noch fast 35 Prozent die derzeitige Geschäftslage als gut einschätzten, sank der Anteil auf jetzt nur noch knapp 9 Prozent.

Bei der Beurteilung der Geschäftssituation für die nächsten sechs Monate zeigte sich gegenüber den Vorjahr eine leichte Eintrübung. Am pessimistischsten blicken die Unternehmen aus dem Bereich des Straßenbaus und des Leitungsbaus in die nähere Zukunft. Im Leitungsbau stieg der Anteil derjenigen, die die Geschäftssituation als negativ beurteilen von knapp 30 Prozent im Vorjahr auf jetzt fast 55 Prozent. Die Gründe hierfür liegen in einer deutlichen Investitionszurückhaltung vieler Versorgungsunternehmen und den massiven Problemen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Stromnetzes.

Bei der Frage nach den dringendsten Problemen in der Bauwirtschaft stand wie auch bereits in den Vorjahren das unauskömmliche Preisniveau im Vordergrund. Allerdings sank der entsprechende Wert um 10 Prozentpunkte auf jetzt noch knapp 60 Prozent. An zweiter Stelle wurde der Rückgang der Baunachfrage genannt. Eine signifikante Erhöhung gegenüber dem Vorjahr gab es bei dem Problem der Kostenbelastung und mangelnde Flexibilität im Personalbereich, der jetzt von über einem Drittel der Firmen als dringendes Problem genannt wurde.

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