Presseinformation vom 10.03.2015

Baukonjunkturelle Jahresbilanz für Niedersachsen und Bremen - Zufriedenstellendes Ergebnis – Aussichten etwas eingetrübt

Das Baujahr 2014 konnte aus Sicht des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen werden. Die Aussichten für das Jahr 2015 haben sich dagegen etwas eingetrübt.

Dieses Fazit zog der Verband auf Grundlage der baukonjunkturellen Zahlen der Landesämter für Statistik in Niedersachsen und Bremen für das Jahr 2014.

Danach stieg die Bauproduktion von Januar bis Dezember 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 3,9 Prozent. Mit Ausnahme des gewerblichen Tiefbaus konnten alle Bausparten zulegen. Die deutlichsten Zuwächse gab es im Wohnungsbau sowie im öffentlichen Tiefbau.

Die Entwicklung im Verbandsgebiet lag damit nur knapp unter der Entwicklung auf Bundesebene, bei der es einen Zuwachs bei der Bauproduktion von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gab. 

Nicht so positiv verlief die Entwicklung bei den Auftragseingängen. Diese gingen im Verbandsgebiet insgesamt um 5,1 Prozent zurück, wobei die Entwicklung in Bremen deutlich schlechter verlief als in Niedersachsen, das lediglich ein Minus von 2,1 Prozent ausweisen musste. Im Plus befanden sich in Niedersachsen lediglich der Wohnungsbau mit 3 Prozent sowie der öffentliche Hochbau mit 7,3 Prozent Zuwachs.

Die Auftragseingänge entwickelten sich damit im Verbandsgebiet schlechter als im Bundesdurchschnitt, wo es lediglich ein Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gab. 

Die Gefahr einer gewissen baukonjunkturellen Eintrübung lässt sich aus der Entwicklung bei den erteilten Baugenehmigungen, dem Frühindikator für die Nachfrage im Hochbau, erkennen. So sanken die erteilten Baugenehmigungen im Verbandsgebiet insgesamt um 1,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2013, wobei auch hier die Entwicklung in Bremen weitaus negativer verlief als in Niedersachsen. Dabei ist aber zu beachten, dass der Bremer Baumarkt aufgrund seiner geringen Größe erheblichen Schwankungen unterliegt. In Niedersachsen konnte der Wohnungsbau noch ein Plus von 2,2 Prozent ausweisen, was mit einem leichten Minus von 2,6 Prozent bei den Baugenehmigungen für Nichtwohngebäude zu einem negativen Gesamtergebnis von 0,7 Prozent führte. 

Die Zahl der Beschäftigten nahm im Verbandsgebiet im Jahr 2014 um 0,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum zu. Ende des Jahres  waren damit in Niedersachsen und Bremen 85.244 Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe beschäftigt.

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