Presseinformation vom 13.11.2009

Hochschultag der Bauindustrie 2009

Der Hochschultag der Buindustrie Niedersachsen-Bremen 2009 führte am 10. November 2009 Professoren niedersächsischer Hochschulen, Bauunternehmer sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung auf Einladung des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen und der Ingenieurkammer Niedersachsen im Ausbildungszentrum Mellendorf zusammen.

Der Präsident des Verbandes, Professor Dr.-Ing. Rolf Warmbold, betonte in seiner Eröffnung die Bedeutung des Technologietransfers für die Bauindustrie und der von Europa vorangetriebenen Normungsvereinheitlichung. Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Ingenieurkammer Niedersachsen, begrüßte die Teilnehmer im Namen des Mitveranstalters. Er forderte, dass die neu strukturierte Hochschulausbildung auch weiterhin die Qualität der bisherigen Bauingenieurausbildung sichern soll.

Universitätsprofessor Dr.-Ing. Ludger Lohaus, Leiter des Instituts für Baustoffe der Leibniz Universität Hannover, referierte über das Thema „Wird Beton grün?“. Klimaschützender Beton kann dadurch hergestellt werden, dass der Portland-Zementklinker-Anteil im Portland-Zement reduziert wird. Die größere Temperaturempfindlichkeit dieses Betons muss durch eine komplizierte und sensiblere Herstellung ausgeglichen werden.

Universitätsprofessor Dr.-Ing. Klaus-Peter Grosskurth, Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der Technischen Universität
Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, informierte über „Instandsetzung gerissener Bauteile aus Stahl- und Spannbeton“. Die Forschungsergebnisse geben Auskunft darüber, wie insbesondere Risse in Spannbetonbrücken mit geeigneten Materialien nachbearbeitet werden können, damit die Lebensdauer dieser Bauwerke erhalten werden kann. Nasser Betonuntergrund erschwert das Einbringen von Kunststoff im Rahmen der vom Bundesverkehrsministerium vorgegebenen SIVV-Regeln (Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verstärken von Betonteilen).

Prof. Dipl.-Ing. Thomas Wegener, Institut für Rohrleitungsbau an der Fachhochschule Oldenburg e. V., stellte „Rehabilitationsmaßnahmen in der unterirdischen Infrastruktur“ vor. Er gab einen umfassenden Überblick über die gebräuchlichsten Verfahren zur Erhaltung der unterirdischen Netze. Die Versorgungsunternehmen können je nach Umfang und Art des Schadens auf unterschiedliche Lösungen zurückgreifen. Unter Berücksichtigung des demografischen Faktors werden die Netzbetreiber unter Effizienzgesichtspunkten entscheiden, welche Leitungssysteme zukünftig fortgeführt und erhalten werden.


Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer Prof. Dipl.-Kfm. Michael Sommer

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