Presseinformation vom 15.06.2009

Norddeutsche Eisenbahnoberbauer im Gespräch mit MdB Ferlemann

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann erörterte am
9. Juni 2009 in Bremen mit der Regionalen Fachabteilung Eisenbahnoberbau (RFA) der norddeutschen Bauindustrieverbände die Zukunft der DB AG und die Entwicklung der Eisenbahnnetze in Norddeutschland. Der Vorsitzende der RFA, Dipl.-Ing. Jürgen Frenzel, unterstrich, dass das Leitbild der DB AG nicht ein weltweit tätiges Logistikunternehmen sein dürfe. Eine leistungsfähige Eisenbahninfrastruktur müsse angesichts der hohen Mobilitätsanforderungen in Deutschland im Vordergrund stehen.

Die vom Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen im Jahre 2007 bei Prof. Dr. Thomas Siefer, Leibniz Universität Hannover, in Auftrag gegebene Studie zur Ertüchtigung der norddeutschen Schieneninfrastruktur hat, so Ferlemann, wichtige Erkenntnisse erbracht und eine intensive Diskussion in Politik, aber auch der beteiligten Öffentlichkeit angestoßen. Er unterstrich die Aussage, dass der Bau der Y-Schnellbahntrasse zwischen Bremen/Hamburg und Hannover vorangetrieben und eine zusätzliche Güterzuganbindung in Lehrte geschaffen werden müsse.

Frenzel mahnte die Umsetzung des Investitionsschwerpunktes des Bundes zum Hinterlandverkehr in Norddeutschland an. Daneben müsse auch das Netz der nicht bundeseigenen Eisenbahnen stärker für den Güterverkehr genutzt werden. Die finanzielle Unterstützung Niedersachsens dieser Investitionen weise in die richtige Richtung. Ferlemann begrüßte als Vorsitzender des Unterausschusses Eisenbahninfrastruktur im Deutschen Bundestag diese Forderung der bauindustriellen Unternehmen des Eisenbahnoberbaus. Darüber hinaus werde im politischen Bereich darüber nachgedacht, Umwegstrecken, z. B. über die Amerikalinie und über Magdeburg und Hof zur Entlastung der Magistrale Hamburg - Hannover zu nutzen.

Einigkeit aller Teilnehmer bestand darüber, dass zum Zeitpunkt der Fertigstellung des JadeWeserPorts der Hinterlandverkehr funktionieren müsse. Nach den Worten des Bundestagsabgeordneten Ferlemann wird die bisher eingleisige Strecke Hude – Wilhelmshaven bis zu diesem Zeitpunkt zweigleisig hergestellt sein, allerdings nicht
elektrifiziert.

Desweiteren betonte Ferlemann, dass die CDU/CSU-Bundestags-fraktion an der Teilprivatisierung der DB AG festhalte. Dieser Kapitalzufluss würde es dem Bundesunternehmen ermöglichen, sich im europäischen Eisenbahnwettbewerb zu behaupten.

In der intensiven Diskussion sprachen die Eisenbahnoberbauunternehmer insbesondere die fehlende Ausschreibungstätigkeit der DB AG in diesem Jahr sowie die Wettbewerbsungleichheit der Konkurrenz zwischen den privaten Bauunternehmen und bahneigenen Baubetrieben an.


Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer Prof. Dipl.-Kfm. Michael Sommer

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