Presseinformation vom 16.02.2010

Bauindustrie begrüßt Nachtragsmanagement des Staatlichen Baumanagement Niedersachsen

Das Niedersächsische Finanzministerium hat im Januar dieses Jahres „Hinweise zum Nachtragsmanagement bei Bauaufträgen des SBN (Staatliches Baumanagement Niedersachsen)“ herausgegeben. Der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen begrüßt den darin festgelegten Zeitrahmen für die Nachtragsbearbeitung. Prof. Dr.-Ing. Rolf Warmbold, Präsident des Verbandes, sieht in den neuen Regeln einen guten Abschluss des Prozesses, der durch das gemeinsam vom Niedersächsischen Finanzminister Hartmut Möllring und dem Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen im November des Jahres 2008 veranstaltete Bauforum angestoßen wurde.

Eine Arbeitsgruppe unter maßgeblicher Beteiligung von Vertretern des Bauindustrieverbandes hat Regeln entwickelt, nach denen projektbezogene Vertragsprobleme zeitnah, transparent und einvernehmlich gelöst werden. Die Vertragsparteien sollen Defizite bereits im vorvertraglichen Stadium erkennen und gemeinsam ausräumen sowie schneller Nachträge einreichen, bearbeiten und beauftragen. Präsident Warmbold sieht eine Effizienzsteigerung darin, dass der Auftragnehmer zur kaufmännischen Prüfung von Nachtragsangeboten die Kalkulationsunterlagen ab 100.000 Euro Auftragssumme möglichst in elektronischer Form einreichen wird. Dem Kooperationsgrundsatz folgend informiert der Auftragnehmer den AG unverzüglich über Leistungen, die aus seiner Sicht vertraglich nicht bestimmt sind und benennt dabei auch voraussichtliche Auswirkungen auf die Ausführungstermine bzw. den „kritischen Weg“ für Entscheidungsprozesse. Für Nachtragsverhandlungen und –beauftragungen wird ein fester Zeitrahmen vorgegeben.

Präsident Prof. Warmbold ist zuversichtlich, dass die neuen Regeln zur zügigeren Abwicklung von Bauaufträgen und damit zur Effizienzsteigerung auf Auftraggeber- und Auftragnehmerseite beitragen werden.

Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer Prof. Dipl-Kfm. M. Sommer

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