Presseinformation vom 16.09.2009

Lärmgeminderte Straßen im kommunalen Straßenbau

Möglichkeiten zum Bau lärmgeminderter Straßen in Kommunen im Rahmen des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung zeigte eine gemeinsame Informationsveranstaltung des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen und des Niedersächsischen Städtetages am 15. September 2009 in Hannover auf. Präsident Prof. Dr.-Ing. Rolf Warmbold vom Bauindustrieverband und Oberbürgermeister Heiner Pott, Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages, konnten dazu zahlreiche Fachleute aus kommunalen Tiefbauämtern, Straßenbauunternehmen und Mischwerken begrüßen.

Prof. Warmbold unterstrich insbesondere den Rahmen der aufgezeigten Investitionsmöglichkeiten aufgrund der gesetzlichen Vorgaben und der Grundgesetzänderung in Artikel 104 b. Die Einschränkungen im Zukunftsinvestitionsgesetz für kommunale Straßen auf Lärmschutzmaßnahmen sind weiter zu berücksichtigen. Das Niedersächsische Innenministerium habe darauf hingewiesen, dass die Begründung für die Maßnahme die Zielsetzung Lärmschutz erkennen lassen müsse. Dies sei beim Austausch des Großsteinpflasters gegen Asphaltfahrbahndecken und einer Vorgabe der Lärmminderung mit ungefährer Dezibelangabe sowie bei der Sanierung lärmverursachender Fahrbahnteile, wie Schachtdeckel und Straßenbahngleisplatten, gegeben.

Dr. Berthold Vogelsang, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, zeigte auf, wie Lärmschutz durch Straßenbau erreicht werden kann. Prof. Dr.-Ing. Michael P. Wistuba, Institut für Straßenwesen, TU Braunschweig, berichtete über die wissenschaftliche Entwicklung von Asphaltdeckschichten zur Lärmminderung.
Dipl.-Geologe Malte Quakenack von der Dr. Moll GmbH & Co. KG nannte Maßnahmen zur Umsetzung von lärmtechnisch optimierten Bauweisen und verwies auf bereits in Deutschland realisierte lärmmindernde Asphaltdecken. Der Vortrag von Dipl.-Ing. Lothar Drüschner, DEUTAG GmbH & Co. KG, verdeutlichte, dass Innovationen im Regelwerk den neuen Asphaltmischgutkonzepten zur Absenkung der Radimmissionen nicht entgegenstehen.

Die Veranstalter hoffen, dass die vielfältigen Anregungen der Informationsveranstaltung auch in der kommunalen Praxis umgesetzt werden.

von links: Prof. Dr. Warmbold, Quakenack, Drüschner, Pott, Prof. Wistuba, Dr. Vogelsang


Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer Prof. Dipl.-Kfm. Michael Sommer

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