Presseinformation vom 17.11.2008

Ergebnis der Herbstumfrage zu Baukonjunktur: Eintrübung bei den Geschäftsaussichten

Die Auswertung der traditionellen Herbstumfrage des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen zeigt eine Eintrübung bei der Beurteilung der Geschäftsaussichten. Fast 60 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die Geschäftslage im nächsten halben Jahr schlechter als derzeit darstellen wird. Die Zahl derjenigen, die eher pessimistisch in die Zukunft blicken, hat sich vor allem in den Bereichen des Hoch- und Ingenieurhochbaus sowie des Tief- und Ingenieurtiefbaus und des Spezialbaus erhöht. Aus Sicht des Bauindustrieverbandes ist zu hoffen, dass darin nur eine temporäre Bewertung möglicher Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Bauindustrie zum Ausdruck kommt.

Positiv ist dagegen, dass sich die Zahl der Mitgliedsunternehmen, die den derzeitigen Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahreszeitraum als besser einschätzen, gegenüber der Umfrage des Vorjahres von zwölf auf jetzt über 21 Prozent verbessert hat.

Stabil zeigt sich die Entwicklung bei der Beschäftigtensituation. Die Zahl derjenigen, die bei der Personalplanung eine Zunahme im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer zugrundelegen, hat sich gegenüber der Herbstumfrage 2007 auf knapp über zehn Prozent erhöht. Von einer Abnahme im Bereich des gewerblichen Personals geht nur noch ein knappes Viertel der befragten Unternehmen aus. In der Herbstumfrage 2007 war es noch gut ein Drittel.

Bei der Frage nach den drängensten Problemen der Bauwirtschaft zeigt sich die deutlichste Veränderung beim Problem "Rückgang der Baunachfrage". Während in der Herbstumfrage 2007 nur ca. 47 Prozent und in der Frühjahrsumfrage 2008 nur 36 Prozent diesen Punkt als drängenstes Problem der Bauwirtschaft bezeichneten, ist dieser Wert nun auf 62 Prozent gestiegen. An erster Stelle liegt weiterhin das Problem des unauskömmlichen Preisniveaus mit 72 Prozent der befragten Unternehmen.


Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer Prof. Dipl.-Kfm. Michael Sommer

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