Presseinformation vom 20.08.2012

Baukonjunktur: Durchwachsene Entwicklung im ersten Halbjahr 2012

Die baukonjunkturelle Entwicklung hat sich in den einzelnen Bausparten unterschiedlich entwickelt, verläuft jedoch im Verbandsgebiet insgesamt stabil. Dies ist das Fazit, das der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen auf Grundlage der für die Monate Januar bis Juni 2012 vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen sowie dem Statistischen Landesamt Bremen erhobenen Daten zieht.

Der baugewerbliche Umsatz konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum um 3,4 Prozent zulegen. Während sich der Wohnungsbau mit einem Zuwachs von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besonders positiv entwickelte, musste im öffentlichen Hochbau ein Rückgang von ebenfalls 11 Prozent verzeichnet werden.

Auch bei den Auftragseingängen war in der ersten Jahreshälfte ein Zuwachs von 3,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum festzustellen. Die guten Zahlen im Wohnungsbau (+ 10 Prozent) und die überaus positive Entwicklung im sonstigen Tiefbau mit 23,7 Prozent wurden lediglich durch den Rückgang im öffentlichen Hochbau mit
minus 7,8 Prozent geschmälert.

Positiv entwickelten sich ebenfalls die erteilten Baugenehmigungen - gemessen am Rauminhalt bei Neubauten, welche als Indikator für die Hochbaunachfrage gelten. Insgesamt war hier ein Zuwachs von 45,8 Prozent festzustellen, der insbesondere durch die positive Entwicklung der Nichtwohngebäude hervorgerufen wurde.

Eine leichte negative Tendenz war im Bereich der geleisteten Arbeitsstunden sowie der Zahl der Beschäftigten zu verzeichnen. So ging die Beschäftigtenzahl um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück und liegt derzeit im bisherigen durchschnittlichen Jahresmittel bei knapp über 80.000 Beschäftigten in Bauhauptgewerbe der Länder Niedersachsen und Bremen. Die geleisteten Arbeitsstunden gingen um 3,9 Prozent zurück. Auch hier war der Rückgang im öffentlichen Hochbau mit minus 10,9 Prozent an am deutlichsten zu spüren.

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