Presseinformation vom 20.11.2013

Herbstumfrage zur Baukonjunktur - Positive Einschätzungen überwiegen

Die Auswertung der bei den Mitgliedsunternehmen durchgeführten Herbstumfrage des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen zeigt bei der Beurteilung der Geschäftslage für die nächsten sechs Monate eine deutliche Verbesserung gegenüber der Umfrage des Vorjahres.

Der Anteil der befragten Unternehmen, die von einer besseren oder unveränderten Geschäftssituation im nächsten Halbjahr ausgehen, stieg auf knapp über 70 Prozent. Am positivsten blicken die Unternehmen des Wohnungsbaus in die Zukunft, wo 20 Prozent von einer besseren und 76 Prozent zumindest von einer unveränderten Geschäftssituation in den nächsten sechs Monaten ausgehen. Eine positive Entwicklung war auch im Bereich des Leitungsbaus festzustellen. Hintergrund dürfte die Hoffnung sein, dass der notwendige Ausbau der Leitungsnetze im Zusammenhang mit der Energiewende endlich angegangen wird.

Negative Entwicklungen fürchten dagegen die Unternehmen des Straßenbaus, wo die Zahl der pessimistischen Einschätzungen um acht Prozent auf über 50 Prozent anstieg. Offenbar fehlt es bei vielen Unternehmen noch am notwendigen Vertrauen in die Aussagen der Politik auf Landes- und Bundesebene, wonach zusätzliche Beträge in die marode Verkehrsinfrastruktur investiert werden sollen.

Bei der Frage nach den dringendsten Problemen der Bauwirtschaft zeigten sich deutliche Veränderungen gegenüber der Vorjahresumfrage. Nur noch 32 Prozent nach fast 60 Prozent im Vorjahr bezeichneten das unauskömmliche Preisniveau als größtes Problem. Signifikante Änderungen zum Positiven gab es ebenfalls bei den Problembereichen des Rückgangs der Baunachfrage und der illegalen Beschäftigung und Lohndumping.

Auch bei der Beschäftigungssituation hat sich die Situation noch einmal gegenüber der Herbstumfrage 2012 verbessert. Die Zahl derjenigen, die im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer von einer Abnahme der Beschäftigten ausgehen, verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 9,3 auf nur noch 5,6 Prozent.

Im Bereich der Angestellten planen lediglich 2,2 Prozent der befragten Unternehmen nach noch 7,1 Prozent im Jahr 2012 einen Abbau des Personals. Die große Mehrheit von fast 90 Prozent der Mitglieder geht davon aus, dass es zu keiner Veränderung der Beschäftigtenzahlen in diesem Bereich kommen wird; 9 Prozent planen sogar eine Aufstockung des Personals.

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