Presseinformation vom 21.02.2012

Jahresbilanz 2011: Wirtschaftsbau und Wohnungsbau stark, Öffentlicher Bau schwach

Zuwächse im Wirtschaftsbau und im Wohnungsbau sorgten trotz schwachen öffentlichen Baus für eine positive Bilanz der Baukonjunktur im Jahre 2011. Das ist das Fazit des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen auf Grundlage der vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen sowie des Statistischen Landesamtes Bremen erhobenen Daten zur Baustatistik.
Die Bauproduktion, gemessen in geleisteten Arbeitsstunden konnte im Verbandsgebiet um 14,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Bis auf den öffentlichen Hochbau, der ein Minus von 3,5 Prozent auswies, lagen alle übrigen Bausparten mit ihren Zuwächsen im zweistelligen Bereich.

Bei den Auftragseingängen konnten der Wohnungsbau ein Plus von 24,2 Prozent und der Wirtschaftsbau von 14,9 Prozent verzeichnen. Dagegen sanken die Auftragseingänge im öffentlichen Bau im Verbandsgebiet um insgesamt 10,3 Prozent.

Es zeigten sich dabei große Unterschiede zwischen Niedersachsen und Bremen. Während in Niedersachsen bei den Auftragseingängen insgesamt ein Zuwachs von 6,8 Prozent zu verzeichnen war, brachen die Auftragseingänge in Bremen um 10,9 Prozent ein. Dies war maßgeblich auf die Rückgänge im öffentlichen Hochbau von 47,6 Prozent sowie im sonstigen öffentlichen Tiefbau von 49,8 Prozent zurückzuführen.

Einer der Gründe für die Investitionsrückhaltung der öffentlichen Hand dürfte im Auslaufen der Konjunkturprogramme liegen, ein anderer in den Bemühungen um Schuldenbegrenzung. Einsparungen sollten aber eher im konsumtiven Bereich erfolgen, denn unterlassene Unterhaltung von Infrastruktur stellt keine Lösung der Schuldenproblematik dar.


 

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