Presseinformation vom 22.08.2013

Halbjahresbilanz der Baukonjunktur - Aussichten für den Wirtschaftsbau trüben sich ein

Während die baukonjunkturelle Entwicklung im Bereich des Wohnungsbaus und des Öffentlichen Baus zufriedenstellend verläuft, trüben sich die Aussichten für den Wirtschaftsbau ein. Dies ist das Fazit des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen auf Grundlage der vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen sowie des Statistischen Landesamtes Bremen für den Zeitraum Januar bis Juni 2013 ermittelten baukonjunkturellen Daten. 

So konnten die Auftragseingänge im Verbandsgebiet Niedersachsen und Bremen gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 10,2 Prozent zulegen. Dabei wiesen der Wohnungsbau mit einem Plus von 19,8 Prozent sowie der Öffentliche Bau mit einem Zuwachs von 14,7 Prozent zweistellige Zuwachsraten aus. Der gewerbliche Hochbau dagegen konnte nur noch ein Plus von 2,0 Prozent erzielen. Dies war aber allein aufgrund eines Großauftrages in Bremen zu erreichen, das bezogen auf dieses Bundesland zu einem Zuwachs von 37 Prozent führte, wohingegen in Niedersachsen bereits ein Minus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum zu verzeichnen war. 

Auch der Frühindikator für die Nachfrage im Hochbau verheißt nichts Gutes für die baukonjunkturelle Entwicklung des Wirtschaftsbaus. So rutschten die erteilten Baugenehmigungen für Nichtwohngebäude im Verbandsgebiet um 44,9 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2012 ab. Der Einbruch wäre noch größer ausgefallen, wenn nicht ein Zuwachs von über 70 Prozent im Bundesland Bremen zu verzeichnen gewesen wäre. 

Die Ursachen für diese Entwicklung dürften in einer gewissen Marktsättigung liegen, da viele Unternehmen in den letzten Jahren ihre Hochbauprojekte bereits realisiert haben. Zum anderen dürfte aber auch eine nicht mehr so optimistische Einschätzung hinsichtlich der gesamt-wirtschaftlichen Entwicklung eine Rolle bei den Entscheidungen über die Bauinvestitionen von Wirtschaftsunternehmen spielen. 

Auch bei den erteilten Baugenehmigungen für Wohngebäude gab es gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres einen Einbruch um 9,8 Prozent. Dies besonders bedenklich im Hinblick auf die in Ballungsräumen teilweise zu verzeichnende Engpass-Situation am Wohnungsmarkt.

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