Presseinformation vom 23.07.2014

Öffentlicher Bau wird zur Konjunkturbremse

Die starken Rückgänge bei der Vergabe von Bauaufträgen der öffentlichen Hand entwickeln sich immer mehr zur Bremse der Baukonjunktur. Dies ist das Fazit des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen auf Grundlage der statistischen Daten der Landesämter für Statistik in Niedersachsen und Bremen für die Monate Januar bis Mai 2014.

In Niedersachsen und noch weit deutlicher in Bremen weist der öffentliche Bau im Bereich der Auftragseingänge rote Zahlen aus. So gingen die Auftragseingänge im öffentlichen Bau in Niedersachsen von Januar bis Mai 2014 um 7,1 Prozent, in Bremen sogar um 71,3 Prozent zurück. Während in Niedersachsen die Auftragseingänge im Wirtschafts- und Wohnungsbau den Rückgang noch kompensieren konnten, so dass insgesamt ein Plus von 2,0 Prozent gegenüber der Vorjahreszeitraum ausgewiesen werden konnte, war im gleichen Zeitraum für Bremen ein Rückgang der Auftragseingänge von insgesamt 42,9 Prozent gegenüber den ersten fünf Monaten des Vorjahres zu konstatieren.

Demgegenüber entwickelt sich die Bauproduktion im Verbandsgebiet positiv. Sie konnte in den ersten fünf Monaten des Jahres um insgesamt 9,4 Prozent zulegen.

Nicht zufriedenstellend ist dagegen die Entwicklung bei den erteilten Baugenehmigungen, dem Frühindikator für die Hochbaunachfrage. Hier gab es nur ein schwaches Plus von insgesamt 0,7 Prozent. Dies wurde erreicht durch einen Zuwachs bei den Wohngebäuden von 5,4 Prozent, während bei den Nichtwohngebäuden ein Minus von 2,1 Prozent zu verzeichnen war.

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