Presseinformation vom 23.08.2011

Halbjahresbilanz der Baukonjunktur

Die eigentlich positive Halbjahresbilanz der Baukonjunktur in Niedersachsen und Bremen wird durch die Entwicklung bei den Auftragseingängen im Bereich des öffentlichen Baus eingetrübt. Dies ist das Fazit des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen auf Basis der vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologien Niedersachsen und des Statistischen Landesamtes Bremen erhobenen Daten zur Baukonjunktur.

So konnten die Auftragseingänge im Verbandsgebiet zwar insgesamt um 5,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 zulegen. Erfreulichen Zuwächsen im Wohnungsbau und im gewerblichen Hochbau standen allerdings Einbußen im öffentlichen Hochbau von 5,6 Prozent in Niedersachsen und 56 Prozent in Bremen gegenüber. Ähnlich verlief die Entwicklung im Bereich Tiefbau. Während der gewerbliche Tiefbau in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich zulegen konnte, brach die Auftragsentwicklung im öffentlichen Tiefbau mit 31,2 Prozent in Niedersachsen und 42,2 Prozent in Bremen geradezu ein.

Etwas anders stellte sich die Situation bei der Bauproduktion, gemessen in geleisteten Arbeitsstunden, dar. Diese konnten im Verbandsgebiet gegenüber dem Vergleichszeitraum einen Zuwachs von insgesamt 13,6 Prozent verbuchen. Mit Ausnahme des öffentlichen Hochbaus, der nur ein kleines Plus von 0,7 Prozent verzeichnen konnte, bewegten sich die Zuwächse in allen anderen Bereichen des Hoch- und Tiefbaus ungefähr auf dem Niveau des oben angegebenen Durchschnittswertes.

Ein gespaltenes Bild zeigte die Entwicklung bei den erteilten Baugenehmigungen. Einem Zuwachs von 45,3 Prozent in Niedersachsen stand ein Minus von 31,4 Prozent in Bremen gegenüber.

Aufgrund der unterschiedlichen Größenordnungen der Bundesländer summierten sich Zuwächse und Verluste noch zu einem positiven Wert für das Verbandsgebiet von 37,7 Prozent bei den erteilten Baugenehmigungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Beschäftigten stieg im ersten Halbjahr 2011 weiterhin an. Nach einer Zunahme von 1,5 Prozent waren im Juni 2011 im Verbandsgebiet 78.746 Personen im Bauhauptgewerbe beschäftigt.

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