Presseinformation vom 25.11.2010

Hochschultag der Bauindustrie 2010

Der Hochschultag der Bauindustrie in Niedersachsen-Bremen 2010 führte am 25. November 2010 die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, Professoren nie-dersächsischer Hochschulen, Bauunternehmer sowie Bauingenieure auf Einladung des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen und der Ingenieurkammer Niedersachsen im Ausbildungszentrum Mellendorf zusammen.

Der Präsident des Verbandes, Prof. Dr.-Ing. Rolf Warmbold, unterstrich in seiner Eröffnung, dass die Reform der Hochschulausbildung durch die Einführung der Abschlüsse Bachelor und Master und die Ablösung des weltweit anerkannten Abschlusses des Diplom-Ingenieurs in der Bauwirtschaft große Unruhe ausgelöst habe. Ziel des Hochschultages sei auch, eine Verständigung zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft darüber, welches Wissen und welche Fähigkeiten die neuen Absolventen mit dem Bachelor- und Masterabschluss mitbringen sollten, um den Anforderungen der bauausführen-den Wirtschaft wie auch der Ingenieurbüros zu entsprechen.

Prof. Warmbold wies auf eine aktuelle Lücke beim Bauingenieurnachwuchs hin. Die jährliche Absolventenzahl von 3.300 aus den Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland stehe einem Bedarf von 4.500 Nachwuchsingenieuren gegenüber. Erfreulicherweise habe sich die Zahl der Studienanfänger im Bereich des Bauingenieurwesens in jüngster Zeit wieder erhöht. Die Mehrzahl der Studienanfänger habe aufgrund der Bologna-Hochschulreform ein Bachelor-Studium begonnen. Auffällig sei ein überproportionaler Zuwachs bei den letztmalig angebotenen Diplom-Studiengängen.

Der Präsident des Verbandes betonte, dass die Sicherung des Fach- und Führungsnachwuchses ein zentrales Thema für die Bauwirtschaft sei. Bauwerke entstünden in der Regel als Einzelfertigungen in Zusammenarbeit von qualifiziertem Leitungspersonal, Bauarbeitnehmern, Subunternehmern mit ebenfalls geschultem Personal und Lieferanten. Warmbold appellierte an die Wissenschaftsministerin des Landes, gemeinsam mit der Bauindustrie und den Verantwortlichen im politischen Bereich auf Bundes- und Landesebene zu überlegen, ob es nicht doch Möglichkeiten eines tragfähigen Kompromisses zwischen den neuen Abschlüssen und den bisher bekannten Diplom-Graden gebe. Entscheidend seien auch weiterhin, so Prof. Warmbold, die Studieninhalte im Bereich des Bauingenieurwesens auf dem bekannt hohen Niveau.


Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer Prof. Dipl.-Kfm. Michael Sommer

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