Presseinformation vom 26.06.2014

Kammern und Verbände der planenden Berufe kritisieren den Wissenschaftsplan 2020: Ausbildung von Architekten und Ingenieuren darf nicht weiter zusammengestrichen werden!

Mit einem offenen Brief haben die in Bremen ansässigen Kammern und Verbände den von Wissenschaftssenatorin Quante-Brandt vorgelegten Wissenschaftsplan 2020 kritisiert. Bei Umsetzung des im Mai 2014 vorgelegten Entwurfs ist allein in der Fakultät 2 der Hochschule Bremen, in der Architektur, Bauingenieurwesen und Umwelttechnik gelehrt werden, der Wegfall von bis zu fünf Vollzeitprofessuren zu befürchten.

„Für den Technologiestandort Bremen wäre das eine Katastrophe“, so kommentiert Horst Döhren, Präsident der Ingenieurkammer Bremen, die Pläne des Wissenschaftsressorts. „Es kann doch nicht angehen, dass Bremen sich auch politisch motiviert zunehmend als Technologiestandort etablieren möchte, auf der anderen Seite aber die Ausbildung des eigenen Ingenieurnachwuchses kaputtspart“. Vor allem die fachliche Breite der Lehre würde bei den zu befürchtenden Stellenkürzungen leiden, so die Befürchtungen.

„Eine lineare Einsparung an Professuren analog zu möglicherweise in Zukunft rückläufigen Studierendenzahlen in bestimmten Bereichen ist ohne eine Einschränkung in der Qualität der Lehre nicht machbar“, ergänzt Michael Frenz, Präsident der Architektenkammer Bremen.

Nicht weniger, sondern mehr Studierende gerade in den technischen und gestalterisch-konstruktiven Bereichen sind notwendig, um Themen wie die Energiewende, den sozialen und ökologischen Stadtumbau sowie eine leitungsfähige Infrastruktur zukünftig in Bremen angehen zu können. Diese auch von der Bremer Politik eingeforderten Ziele erfordern auf der anderen Seite eine zumindest auskömmliche Ausstattung an den Bremer Hochschulen – in personeller wie finanzieller Hinsicht.

Der vorliegende Entwurf für den Wissenschaftsplan 2020 liefert nach Ansicht der Verfasser des offenen Briefes keinen Beitrag dazu, eine qualitativ hochwertige Ausbildung der benötigten Fachkräfte zu sichern. Die im Wissenschaftsplan vorgesehenen Maßnahmen sollten daher dringend noch einmal überprüft werden.

 

Ihr Ansprechpartner:

Architektenkammer der Freien Hansestadt Bremen
Ingenieurkammer der Freien Hansestadt Bremen
Dipl.-Volksw. Tim Beerens
Geschäftsführer
Geeren 41/43
28195 Bremen
T: 0421 - 16 26 890

tbatarchitektenkammer-bremen [dot] de
tbatingenieurkammer-bremen [dot] de

 

Anlage: Offener Brief an die Wissenschaftssenatorin

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