Presseinformation vom 26.08.2015

Halbjahresbilanz der Baukonjunktur - solides Plus bei den Auftragseingängen

Nach den ersten sechs Monaten des Jahres haben sich die Auftragseingänge in nahezu allen Bausparten positiv entwickelt, bei den mittelfristigen Aussichten gibt es aber eine leichte Eintrübung. Dies ist das Fazit, das der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen auf Grundlage der baukonjunkturellen Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen und des Statistischen Landesamtes Bremen zieht.

Im Verbandsgebiet haben die Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um insgesamt 10 Prozent zugelegt. Besonders erfreulich war die Entwicklung im Bereich des gewerblichen und öffentlichen Tiefbaus (ohne Straßenbau), wohingegen im gewerblichen Hochbau ein Minus von 1,8 Prozent zu verzeichnen war, was auf eine leichte Eintrübung bei den Geschäftserwartungen der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes hindeutet.

Hierfür spricht auch, dass der Umfang der erteilten Baugenehmigungen für Nichtwohngebäude gegenüber dem Wert des Vorjahreszeitraums um 14,2 Prozent abgerutscht ist. Dies ist ausschließlich auf einen starken Rückgang bei den Baugenehmigungen für die Fabrik-, Werkstatt-, Handels- und Lagergebäude von fast 18 Prozent zurückzuführen.

Weiterhin im Plus liegen dagegen die erteilten Baugenehmigungen für Wohngebäude mit einem Zuwachs von 8,9 Prozent, wobei der Anstieg bei den Mehrfamilienhäusern und Wohnheimen fast doppelt so hoch ausfiel wie bei den Ein- und Zweifamilienhäusern.

Die Zahl der Beschäftigten ist im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent gesunken. Bei den Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigte war allerdings ein Zuwachs von ca. 2 Prozent zu verzeichnen. Damit waren im Zeitraum Januar bis Juni 2015 durchschnittlich knapp 83.000 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe in Niedersachsen und Bremen tätig.

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