Presseinformation vom 27.02.2009

Baubilanz 2008 für Niedersachsen und Bremen

Die Baubilanz des Jahres 2008 wurde durch einen deutlichen Einbruch im 4. Quartal verhagelt. Die ersten drei Quartale waren noch zufriedenstellend. Dies ist das Resümee des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen zu den jetzt vorliegenden statistischen Daten des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen.

Danach ist die Bauproduktion in Niedersachsen und Bremen insgesamt im  Jahr 2008 um 0,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2007 zurückgegangen. Der stärkste Einbruch war dabei im Bereich des Wohnungsbaues zu verzeichnen.

Die Auftragseingänge konnten insgesamt noch um vier Prozent zulegen, wobei die Entwicklung im Land Niedersachsen mit 4,6 Prozent positiv verlief, während die Eingänge im Land Bremen um 4,4 Prozent abnahmen.

Zum Jahresende hin war indes eine deutliche Eintrübung festzustellen. Mitte des Jahres hatte der Auftragseingang in Niedersachsen und Bremen noch um 15,2 Prozent und im September immerhin noch um 13,0 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Ein Vergleich des Monats Dezember 2008 mit dem Vorjahresmonat zeigt mit Ausnahme des öffentlichen Hochbaues in Niedersachsen aber fast überall tiefrote Werte von z. B. 30 Prozent Minus im niedersächsischen Hochbau bzw. fast 20 Prozent  Minus im niedersächsischen Tiefbau. In Bremen lagen die entsprechenden Werte bei rund minus zehn Prozent für den Hochbau und über 45 Prozent für den Bereich des Tiefbaus.

Besonders auffällig sind dabei die Rückgänge im Bereich des sonstigen Tiefbaus von über 50 Prozent in Niedersachsen und über 80 Prozent im Land Bremen, die sich nicht nur witterungsbedingt erklären lassen. Möglicherweise haben revidierte Steuerschätzungen für das Jahr 2009 und die Aussicht auf Fördergelder im Rahmen der Konjunkturprogramme des Bundes viele Kommunen veranlasst, Bauprojekte im Bereich Tiefbau erst einmal zurückzustellen.

Der Bauindustrieverband Niedersachsen – Bremen appelliert daher an die Kommunen, mit der Vergabe von Aufträgen nicht länger zu warten und insbesondere auch die neuen vergaberechtlichen Instrumente zur Beschleunigung von Investitionsvorhaben zu nutzen.

Bund und Land bleiben aufgefordert, das kommunale Investitionsprogramm im Rahmen des Konjunkturpakets II möglichst schnell umzusetzen. Es dürfe nicht dazu kommen, dass die Fördergelder erst zur Mitte des Jahres hin fließen.

 

Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer Prof. Dipl.-Kfm. Michael Sommer

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