Presseinformation vom 27.05.2013

Baukonjunktur: Erstes Quartal 2013 Wetterbedingtes Umsatzminus – mögliche Eintrübung der Aussichten

Der lange und harte Winter hat deutliche Spuren in der baukonjunkturellen Entwicklung des ersten Quartals dieses Jahres hinterlassen.

Nach Angaben des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen weisen die vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen sowie dem Statistischen Landesamt Bremen ermittelten Daten beim baugewerblichen Umsatz im Verbandsgebiet ein Minus von 12,1 Prozent aus. Besonders betroffen war witterungsbedingt der Straßenbau mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von fast 30 Prozent.

Der starke Einbruch zeigt sich auch bei der Bauproduktion, die insgesamt ein Minus von 18,2 Prozent aufweist. Auch hier hatte der Straßenbau 28,9 Prozent den größten Rückgang zu verkraften.

Positiver stellt sich die Situation bei den Auftragseingängen dar. Diese konnten im Verbandsgebiet gegenüber dem ersten Quartal 2012 immerhin noch um 4,5 Prozent zulegen. Spitzenreiter ist wieder der Wohnungsbau mit einem Zuwachs von 7,5 Prozent. Dagegen blieb der Wirtschaftsbau mit einem Auftragsplus von 2,7 Prozent etwas hinter den Erwartungen zurück.

Möglicherweise zeichnet sich hier eine Eintrübung ab. So sind die erteilten Baugenehmigungen, der Frühindikator für die Nachfrage im Hochbau, für Nichtwohngebäude, also z. B. Büro- und Verwaltungsgebäude, Fabrikhallen und Lagergebäude, im ersten Quartal 2013 um 17,2 Prozent gesunken. Dies könnte auf eine schwindende Zuversicht der gewerblichen Nachfrager nach Bauleistungen hindeuten.

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