Presseinformation vom 27.05.2014

Baukonjunktur erstes Quartal 2014 Wirtschafts- und Wohnungsbau stark – öffentlicher Bau schwach

Der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau sind in Niedersachsen erfolgreich in das Baujahr 2014 gestartet. Wenig erfreulich sind dagegen die Entwicklungen im öffentlichen Hoch- und Tiefbau.

Das ist das Fazit des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen zu den baustatistischen Quartalszahlen des Landesamtes für Statistik in Niedersachsen.

So konnte die Bauproduktion in Niedersachsen in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30,7 Prozent zulegen. Spitzenreiter sind der Straßenbau sowie der öffentliche Tiefbau, wobei das Plus in erster Linie auf eine außergewöhnlich günstige Witterung zu Beginn des neuen Jahres zurückzuführen ist.

Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den Auftragseingängen im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau. Hier waren Zuwächse von 7,4 Prozent bzw. sogar 19,3 Prozent zu verzeichnen.

Dagegen weisen die Zahlen bei den Auftragseingängen im öffentlichen Hochbau ein Minus von 14,0 Prozent sowie im Straßenbau von 4,9 Prozent aus.

Bei den erteilten Baugenehmigungen, dem Frühindikator für die Hochbaunachfrage, zeigt sich eine gespaltene Entwicklung. Während der Wohnungsbau gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 14 Prozent zulegen konnte, stagniert die Entwicklung im Bereich des Wirtschaftsbaus mit einem marginalen Zuwachs von 0,2 Prozent.

Für eine weiterhin positive Entwicklung im Bereich des Wohnungsbaus sprechen das anhaltend niedrige Zinsniveau, die stabile Entwicklung der Einkommen sowie das anhaltende Interesse von Kapitalanlegern an der Wohnimmobilie, nicht zuletzt aufgrund fehlender renditestarker Anlagealternativen.

Die Beschäftigtenzahl ist mit einem minimalen Rückgang von 0,2 Prozent im ersten Quartal 2014 stabil geblieben. Somit wurden im Bauhauptgewerbe Niedersachsens im ersten Quartal 2014 über 78.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt.

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